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Beispiel Arbeitsbewertung: Der Betrieb hat sechs Arbeitsplätze

DIE 5 STRATEGIEN IN UNTERNEHMEN

Langfristig ist nur eine richtig. Welche ist das ?

In jedem Unternehmen verwenden die Führungskräfte bei ihren Verhandlungen und Auseinandersetzungen untereinander ganz bestimmte Strategien. Sie tun das bewusst oder unbewusst. Fünf Strategien lassen sich dabei unterscheiden:

1. Die Sieg - Niederlage - Strategie

Jeder will siegen über den anderen. Es gibt nur Gewinner und Verlierer. Durchsetzungsvermögen gilt als wichtige Führungseigenschaft. Das ist die klassische Strategie des imperativen Führungsstils. Wer besser manipulieren kann, hat recht. Sie führt nicht zum Finden sinnvoller Lösungen, sondern entweder zur Unterwerfung oder aber zur Polarisierung von Meinungen, Werten und Einstellungen. Wahrheit gilt nicht viel, denn Gewinnen ist alles.


2. Die Strategie der Kompetenzabgrenzung

Die klare funktionale Trennung der Arbeitsbereiche soll Konflikte vermeiden. Delegation wird zum entscheidenden Führungsmittel.

In einer arbeitsteilig differenzierten Wirtschaft scheint das richtig zu sein, denn sie funktioniert nur bei richtiger Delegation. Das heißt, sie braucht selbständige Arbeitseinheiten mit möglichst großer Unabhängigkeit. Aber wie kooperieren diese Arbeitseinheiten? Wie wird ihr Vorgehen koordiniert? Hier führt die Kompetenzabgrenzung als Strategie zu funktio naler Trennung, zur Isolation von Abteilungen und Menschen statt zu ihrer Integration. Diese Strategie bürokratisiert ein Unternehmen und nimmt ihm die Schlagkraft am Markt.


3. Die Strategie der friedlichen Koexistenz

Gemeinsamkeiten werden betont und Differenzen heruntergespielt. Die verschiedenen Interessen auszugleichen ist die Kunst des Management. Doch die Konflikte schwelen weiter unter der angenehmen Oberfläche. Das aber ist gefährlicher als offener Streit. Diese Strategie lähmt die Leistungskraft der Menschen und führt zu halbherzigen oder falschen Entscheidungen.


4. Die Strategie der Kompromisse

Das Ergebnis wird ausgehandelt, indem jeder einerseits nachgibt, um andererseits etwas zu gewinnen. Eine Teillösung ist besser als gar keine Lösung.

Gewiss, oft genug bleibt uns nichts anders übrig, als Kompromisse zu schließen. Als grundlegende Arbeitsstrategie in einem Unternehmen aber hat das verheerende Folgen, denn um die Wahrheit lässt sich nicht feilschen. Wer Lösungen aushandelt, wird sicher nicht die richtigen finden und den Konkurrenzkampf verlieren.


5. Die Strategie der Einigung durch Klärung

Es wird vorausgesetzt, dass alle Beteiligten fähig sind, eine richtige Lösung zu erkennen und zu akzeptieren.

Das ist am schwersten zu machen, aber es ist der einzig brauchbare Weg in die Zukunft. Schwer zu machen ist diese Strategie, weil sie eine ganz bestimmte, optimistische Grund einstellung zum Menschen im Unternehmen voraussetzt, wie sie von keiner anderen Strategie verlangt wird. Diese Einstellung lässt sich mit folgendem Satz andeuten: "Du bist o.k., ich bin o.k. Also können wir auch gemeinsam den richtigen Weg finden!" Die Werkzeuge dieser Strategie und ihre Grundeinstellung lassen sich lernen und üben.
3 verschiedene Methoden zur Lösung von Konflikten (nach Thomas Gordon)

METHODE 1:   Ich gewinne, du verlierst

Der Vorgesetzte erzwingt eine Lösung, durch die er auf Kosten des Mitarbeiters seinen eigenen Willen durchsetzt (autoritär)


METHODE 2:   Du gewinnst, ich verliere

Der Vorgesetzte lässt dem Mitarbeiter seinen Willen, obgleich er sich im Recht fühlt. Nachgiebiges Management Angestelltenbezogene Entscheidungsfindung Unterordnung (laissez-faire)


METHODE 3:   Die jeder-gewinnt-Methode

Der Vorgesetzte und der Mitarbeiter gewinnen
1. Das Problem wird erkannt und definiert

2. Alternative Lösungen werden entwickelt

3. Die alternativen Lösungen werden bewertet

4. Die Entscheidung wird getroffen

5. Die Entscheidung wird ausgeführt

6. Anschließend wird die Lösung bewertet